Hintergrund

Die mobile Palliativversorgung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Linderung komplexer Symptome und Begleitung schwer kranker Menschen im häuslichen Umfeld. Mit der flächendeckenden Einführung des NADA-Protokolls als komplementäre Pflegemaßnahme in der Steiermark seit 2026 erweitert sich das umfassende Leistungsangebot um eine niedrigschwellige Intervention.

Fragestellung

Welche Potenziale und Grenzen hat die Anwendung von NADA im mobilen Palliativteam im Hinblick auf Symptomlinderung, psychosoziale Stabilisierung und die Begleitung von Palliativpatient*innen?

Methode

Der Beitrag basiert auf praxisbezogenen Erfahrungen der mobilen Palliativteams sowie auf exemplarischen Fallvignetten. Ergänzend werden Beobachtungen aus der Anwendung im multiprofessionellen Setting reflektiert.

Ergebnisse

Die Anwendung des NADA-Protokolls wird als gut integrierbar in den Alltag der mobilen Palliativteams beschrieben. Beobachtet wurden positive Effekte insbesondere bei Unruhe, Angst, Schlafstörungen und subjektivem Schmerzempfinden. Darüber hinaus zeigte sich eine stabilisierende Wirkung auf emotionaler Ebene sowie eine Förderung von Entspannung und Beziehungsaufbau. Grenzen ergeben sich unter anderem durch zeitliche Ressourcen, Akzeptanz im interprofessionellen Team und situative Rahmenbedingungen.

Schlussfolgerung

NADA stellt eine sinnvolle Ergänzung für das Leistungsangebot der MPTs dar. Die komplementäre Pflegemethode eröffnet neue Zugänge zur ganzheitlichen Versorgung, bedarf jedoch einer strukturierten Integration sowie weiterer Evaluation im Hinblick auf Wirksamkeit und Implementierung.