Dieser Vortrag beleuchtet den Atem als integratives, oft unterschätztes Element innerhalb des NADA-Settings. Physiologisch moduliert eine verlangsamte, verlängerte Ausatmung über den Vagusnerv direkt den Parasympathikus und unterstützt so die vegetative Umstimmung, die auch die Akupunktur anstrebt. Beide Zugänge – Nadel und Atem – wirken auf derselben Ebene und verstärken sich gegenseitig: die Nadel setzt einen Reiz, die bewusste Atmung vertieft und stabilisiert die einsetzende Entspannungsreaktion.
Anhand praktischer Beobachtungen aus der eigenen Praxis wird gezeigt, wie sich einfache Atemimpulse vor oder während der NADA-Behandlung integrieren lassen, ohne das bewährte Protokoll zu verändern oder zu verkomplizieren. Ziel ist es, Behandler:innen eine leicht anwendbare Ergänzung an die Hand zu geben, die die Wirksamkeit der Sitzungen vertieft und die Selbstregulationsfähigkeit der Teilnehmenden stärkt.